Sei der Gründung im Jahr 1889

Im Jahre 1889 hat die vielfarbige Geschichte der Gaststube und des Kutschenumschlagplatzes mit Namen Mestari Kievari begonnen. Nun, in der vierten Generation, ist Lasse Ketonen der Hausherr des Gasthofes bzw. des jetztigen Hotels.

1889 wurde der Gasthof in Kemijärvi in der Kirchstrasse eröffnet. Die Grossmutter der Mutter des jetztigen Besitzers Lasse mit Namen Fanny Snicker kam mit 4 Söhnen auf Anraten von Verwandten von Karjala nach Kemijärvi und erbaute ein Gasthaus, welches aus 2 Etagen und einem Keller bestand. In damalieger Zeit war ein Gasthof auch ein Platz für einen Laden, ein Café, eine Bäckerei, Stallungen für die Pferde, ein Lagerhaus und das örtliche Gefängnis.

Übernachtungsräume gab es vier. Nachdem auch der Ehemann von Fanny Snicker mit der 2-jährigen Tochter eintraf nahm alles seinen Lauf und das Geschäft blühte.Fanny Snickers stellte auch eigene Medizinen aus Heilkräuter her, z.B gegen Fieber und Erfrierungswunden.

Die Umsiedlung innerhalb Finnlands brachte Holzfäller und Arbeiter in die nördlichen Waldgebiete und so begann die Zeitepoche des ”grünen Goldes”. Die Grossmutter von Lasse Ketonen, Jenny Snickers, sowie vier ihrer Brüder heirateten und der Gasthof wurde verkauft. In den Gebäuden wurde das Geschäft der Genossenschaftsgesellschaft eingerichtet.

Jenny Snicker und ihr Ehemann eröffneten einen neuen Gasthof, neben dem alten. Der Ehemann von Jenny  trainierte Pferde, die auf  Pfeifton gehorchten. Jenny Snickers führte mit ihren Töchtern das Cafe, die Bäckerei und den Gasthof. Ausserdem erweiterte Sie ihre Geschäftsrätigkeit in die anliegenden Ortshaften, Pelkoseniemi und Isokylä.

Im Krieg wurden die Brote für die Armee in der Bäckerei des Gasthofes gebacken. Im Gasthof wohnte u.a. auch der deutsche Komandant, der für die Frontversorgung von Salla zuständig war. Eine gemeinsame Sprache gab es nicht, jedoch - die Sachen erledigten sich trotzdem...Der Diener des Kommandanten verursachte etwas Schwierigkeiten, da er den Kachelofen nicht zu heizen verstand und die Schuhe mit den Handtücher striegelte. Die Türen der Übernachtungsräume hatten keine Schlösser, die Gäste kamen spät in der Nacht und gingen oft schon wieder früh am Morgen und einige vegassen auch das Bezahlen.

Lasse Ketonens Mutter Elina begann schon in jungen Jahren mit ihrer Geschäftslaufbahn und vervollständigte nebenbei ihre Schulausbidung. Die Brüder fielen im Krieg und nur die Schwestern überlebten. In Kemijärvi traf Elina ihrenzukünftigen Ehemann Ahti ,der schon die Welt bereist hatte. Er war mit 17 Jähren in Marseille von der Marine '”ausgestiegen” und in die französische Fremdenlegion ”eingestiegen”. Danach, nun mehrsprachig, war er als Portier im Hotell KAMP tätig. Später beschloss er nach Petsamo,im damaligen Nord-Lappland, zu gehen und war dort bei der Post, als Bootskapitän und LKWfahrer tätig. Er gründete dann das Fuhrunternehmen Ketosen Liikenne, das bis heute noch von Familiemitgliedern betrieben wird.

Von seinem Vater bekam Lasse Ketonen einen Wink mit auf den Lebensweg: im Restaurants ist es immer warm und es gibt immer Arbeit. Nach Beendigung der Schule arbeitete er als Schiffskoch und in Spitzenrestaurants in Finnland und Schweden. In Schweden traf er auch seine jetztige Lebensgefährtin, ein Mädchen aus dem Heimatort . Nachdem ein eigenes Heim in Kemijärvi geschaffen war, entstand der Wunsch nach einem eigenen Unternehmen, das Motto sollte sein: gute Unterkünfte, gutes Essen und gemütliches Zusammensein. So wurde das Hotell Mestari Kievari ins Leben gerufen.

Das Geschäft  vergrösserte sich mit den Jahren, das Hotell wurde erweitert und das Angebot vervielfältigt.Dazu gehörte u.a., dass das Unternehmerpaar am Kemijärvi See in der Nähe des Zentrums der Stadt, die alte Flösserstube entdeckte und diese wurde dann nach Restauration und Erweiterung zu einem schönen Platz für Feste und Konferenzen.

Im Vorhof der Flösserstunbe steht eine restaurierte Scheune aus dem 18. Jahrhundert und eine Strandsauna mit genütlicher Kaminstube.Nach dem alten finnischen Sprichwort - rollende Steine setzen kein Moos an - handelnd, erklärt Lasse Ketonen, dass er noch viele neue Pläne hat und neue Ubernachtungsmöglichkeiten dazukommen werden.